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Fresenius halten


31.10.2001
Consors Capital

Die Analysten von Consors Capital stufen die Aktien von Fresenius (WKN 578563) von "kaufen" auf "halten" herunter.

Die Fresenius AG habe am Dienstag die Zahlen für das 3. Quartal 2001 veröffentlicht. Habe der Umsatz mit 5,3 Mrd. Euro im Plan mit den Erwartungen der Analysten (5,25 Mrd. Euro) gelegen, so hätten sowohl das EBIT (589 Mio. Euro) als auch der Nettogewinn (211 Mio. Euro) unter den Erwartungen (607 Mio. Euro bzw. 221 Mio. Euro) gelegen. Hauptgrund hierfür sei das schlechte Ergebnis des Tochterunternehmens FMC gewesen.


Das mit einem Umsatzanteil von knapp 75% und einem Ergebnisbeitrag von über 88% mit Abstand größte Tochterunternehmen der Fresenius Gruppe habe am Dienstag bekannt gegeben, dass – wie das abgelaufene Quartal – auch die kommenden Quartal durch höhere Abschreibungen auf zweifelhafte Forderungen (10 Mio. Euro pro Quartal bis Ende 2002) sowie Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten (2-3 Mio. Euro pro Quartal bis Ende 2003) belasten würden. Des weiteren würden sich ca. 50 Mio. Euro Restrukturierungskosten für Fresenius Kabi negativ auf das Jahresergebnis auswirken. Seien die Experten bislang davon ausgegangen, dass die Restrukturierungsmaßnahmen bis zum Jahresende größtenteils abgeschlossen seien, so rechne man jetzt damit, dass die erste Jahreshälfte 2002 auch noch davon betroffen sein werde.

Positiv habe sich der Bereich ProServe entwickelt. Auch wenn er mit einem geschätzten Umsatzvolumen von 400 Mio. Euro in 2001 6% zum Gesamtumsatz beitrage, so mache dieser Bereich nach Meinung der Analysten doch deutliche Schritte in die richtige Richtung. Hierzu trage vor allem die Übernahme der Wittgensteiner Kliniken bei. Nach der Restrukturierung dieser Kliniken verfüge Fresenius ProServe jetzt über ein Referenzprojekt, welches von den potentiellen Kunden bislang als "proof of concept" gefordert worden sei.

Aufgrund der beschriebenen Sachverhalte sehen sich die Analysten von Consors Capital gezwungen, die Schätzungen für das aktuelle wie für die kommenden Jahre nach unten anzupassen. Auf Basis des DCF-Modells errechne sich unter Berücksichtigung der neuen Schätzungen ein fairer Wert je Aktie von 99,28 Euro. Bei einem aktuellen Kurs von 90,56 Euro ergebe sich ein implizites Kurspotenzial von knapp 10%. Das neue Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten liege bei 100 Euro.

Aufgrund der oben genannten Sachverhalte stufen die Analysten von Consors Capital die Aktie der Fresenius AG von zuvor "kaufen" auf jetzt "halten" herab.




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